„Damentag”

Besuch des Hundertwasser-Bahnhofs in Uelzen

Alljährlich treffen sich die Damen der Schützengesellschaft Rethen einmal zu einem Tagesausflug.In unserem Jubiläumsjahr sollte es nach Uelzen gehen. Eine Besichtigung des Hundertwasser-Bahnhofs sowie der Altstadt von Uelzen stand auf dem Programm.

Bei sonnigem Wetter trafen wir uns wie verabredet morgens auf dem Rethener Bahnhof, um mit dem Zug nach Uelzen zu fahren. Dort waren wir pünktlich um 12 Uhr mit einer Stadtführerin verabredet. Doch zuerst testete die Deutsche Bahn unsere Sportlichkeit und Flexibilität: pünktlich mit dem erwarteten Eintreffen des Zuges gab der Bahnhofsansager bekannt, dass der Zug ausfallen würde. Na klasse! Also machten wir uns (30 Damen an der Zahl!) auf, die nächste Straßenbahn zu erobern und fuhren in Richtung Hauptbahnhof Hannover. Damit unsere Stadtführerin nicht ohne uns loszog – kündigten wir – der Handytechnik sei Dank – unsere Verspätung an.

Doch auch auf dem Hauptbahnhof war das Personal nicht wirklich im Bilde und entsprach so ganz dem derzeitigen Image der Bahn: dass der Zug von einem anderen Gleis fahren sollte, erfuhren wir so ca. 30 Sekunden vor der Abfahrt, was wiederum bedeutete, dass wir zu sportlichen Höchstleistungen aufgefordert wurden. Für die etwas älteren Damen unter uns nicht wirklich lustig. Mittlerweile waren wir schon einige Zeit unterwegs ohne großartig vorangekommen zu sein und prüften erst einmal den Inhalt des Proviantbeutels, den jede Dame zur Begrüßung von den Schützenschwestern Inge Taubert und Kerstin Wollenweber erhalten hatten. Dieser Proviant sollte uns im Laufe des Tages noch gute Dienste tun. Schließlich blieb der Zug auch noch ca. eine halbe Stunde auf offener Strecke liegen – natürlich ohne Angabe von Gründen. So manche Flasche Sekt musste uns daher die Zeit verkürzen.

Der Hundertwasser-Bahnhof entschädigte uns dann jedoch für die aufregende Anfahrt. Wer mag, kann hier direkt auf die Seiten des Hundertwasser-Bahnhofs wechseln:

www.hundertwasserbahnhof.de

Anschaulich erläuterte die Stadtführerin die Entstehung des Expoprojektes sowie die
Arbeitsweise und Motivation von Friedensreich Hundertwasser, der die Einweihung des
Bahnhofs leider nicht mehr erlebt hat.

Anschließend – mit mittlerweile ordentlicher Zeitverzögerung – gingen wir mit der Stadt-
führerin in die Innenstadt Uelzens. Da die Innenstadt im Krieg zu großen Teilen zerstört
wurde, gab es nur wenige wirklich sehenswerte Bauten, was unsere Stadtführerin jedoch
nicht in ihrem Ansporn stoppte, uns die Schönheiten Uelzens und seiner Kirchen dazubringen.

Mittlerweile war die Kaffeezeit längst überschritten und wir hatten nicht einmal die Zeit zu
einem Mittagessen gehabt. Dem Proviantbeutel sei Dank musste jedoch niemand hungern
und dursten.

Nach der Verabschiedung von der Stadtführerin schlenderten wir gemächlich Richtung
Bahnhof zurück, schließlich hatte der Bahnhofsvorsteher unseren Zug mit einer halben
Stunde (mindestens…!) Verspätung angekündigt. Am Bahnhof angekommen und nach
Kaffee lechzend fuhr just in dem Moment als der Bahnhofsvorsteher die Verspätung noch
einmal bestätigte der Zug ein! Also wieder 30 Damen wie ein wild gewordener Haufen im
Laufschritt zum Bahngleis – vielen Dank an den Bahnhofsvorsteher – auch so kann man
den überflüssigen Speck loswerden – … Nachdem auch dieser Zug eine dreiviertel Stunde
auf offener Strecke hielt (wieder ohne Durchsage!!) kamen wir mit erheblicher Verspätung
wieder in Rethen an.

Nun folgte der gemütliche Teil des Abends. Bis in die späten Abendstunden hinein konnten
wir auf der gemütlichen Terrasse des Schützenhauses sitzen und bei Grillfleisch und Wein
den Abend ausklingen lassen.

Für das nächste Jahr haben wir uns wieder eine Städtetour vorgenommen. Die Deutsche
Bahn wird schon dafür sorgen, dass es ein aufregender Tag wird.

Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle noch einmal unserer Organisatorin,
Inge Taubert !