Schützenhaus

Vor 32 Jahren ging der langersehnte Wunsch, ein eigenes Schützenhaus zu besitzen, in Erfüllung, am 15. Oktober 1983 konnte Einweihung gefeiert werden. Am Tag der Einweihung waren alle Anstrengungen und Hürden während der Bauphase vergessen.

Nach etlichen Verhandlungen mit der Stadt Laatzen konnte der damalige Bürgermeister Horst Lecke auf dem Schützenfest 1981 die Grundstücksurkunde von der Stadt Laatzen übergeben. Nun konnte mit der Planung begonnen werden. Unser langjähriges Mitglied Rolf Constabel erklärte sich bereit, die Zeichnungen und Bauanträge zu übernehmen.

Am 10.10.1981 um 10:10 Uhr wurde unter dem Motto „erster Spatenstich” mit den Arbeiten begonnen. Es wurde der Kabelgraben geschachtet und eine Pumpe gerammt. Es gelang uns aber erst im dritten Versuch ans Wasser zu kommen.

Der Bauantrag wurde im Januar 1982 gestellt, die Genehmigung im August 1982 erteilt. Im Januar 1982 fanden dann erste Gespräche mit dem damaligen Bauunternehmer Otto Sabellek über das Bauvorhaben statt. Dieser erklärte sich sofort bereit, uns bei dem Bauvorhaben zu unterstützen. Wenn wir diese Unterstützung nicht gehabt hätten, wäre der Bau in der kurzen Zeit nicht zu bewältigen gewesen.

Die anstehenden Erdarbeiten wurden von der damaligen Zuckerfabrik übernommen. So konnten wir schon am 21. August 1982 das Ringfundament gießen.

Nachdem das Ringfundament aufgemauert und der Innenraum angefüllt wurde, stand nun die Grundplatte an. Nach langen Überlegungen kamen wir zu dem Entschluss, die Grundplatte von Hand zu schütten. Am 11. September 1982 um 6:00 Uhr wurde mit der Platte begonnen. Mit 3 Betonmischern und 8 Schiebkarren ging es ans Werk und
18 Schützen sowie mit der Hilfe von 11 Feuerwehrkameraden wurde diese Hürde genommen und um 13:00 Uhr war die Platte fertig.

Pünktlich um 16:00 Uhr fand die Grundsteinlegung statt, die in einem würdigen Rahmen verlief.

  • Das Grundstück

Nun konnte mit dem Rohbau begonnen werden. Dank des Wetters und finanzieller Unterstützung des Festwirtes Horst Liewert konnte dieser in relativ kurzer Zeit fertig gestellt werden.

Nachdem die Statik fertig war, konnte mit dem Dach begonnen werden. Hierzu konnte Rudi Taubert einige Arbeitskollegen motivieren, die mit Ihm die Nagelbinder anfertigten und sie am 6. November aufstellten. Die Zimmerleute sollten für Ihr kostenlose Arbeit einen Briefumschlag als Richtgeld erhalten, aber sie gaben den Umschlag als Spende wieder zurück. Das Bier zum Richtfest war eine Spende der damaligen Wülfeler Brauerei, der Imbiss wurde von den Fleischereien Seelmeyer und Funke sowie von den Schützenschwestern gespendet. Im Nachhinein wurde von einem gelungenem Richtfest gesprochen.

Der damalige Vorsitzende des Schützenvereins Laatzen Gustav Blenk lies einige Spender auf einer Serviette unterschreiben. Diese Spenden kamen uns zur Einweihung zu Gute. Nachdem das Dach gerichtet war, sollte der Bau nun auch Winterfest gemacht werden. Die Dachplatten wurden bestellt und an zwei Wochenenden war das Dach gedeckt. Es war dann in der Zeitung zu lesen „Rethener Schützen machen ihr Schützenhaus Winterfest”. Daraufhin meldete sich Tischlermeister Heinz Krüger, er habe den Artikel gelesen und ist der Meinung zu einem winterfesten Bau gehören auch Fenster und Türen. Gesagt getan, in den nächsten Tagen waren Fenster und Türen eingesetzt.

Nun konnte der Innenausbau beginnen. Die Alt-Anlage wurde von Horst Wilhelm, die Firma Anke hatte ein Teil der Malerarbeiten übernommen und die Zuckerfabrik übernahm die Fertigung der Fensterklappen

Endlich ging es der Fertigstellung entgegen, aber es fehlte noch die Inneneinrichtung. Die elektrischen Schießstände wurden von Schützenschwestern und Schützenbrüdern, die Pokalschränke von der Firma Möbel-Grein gestiftet.

Das Mobiliar für den Aufenthaltsraum wurde von der Wülfeler Brauerei übernommen. Am 15. Oktober 1983 konnten wir die langersehnte Einweihung feiern, die in einem würdigen Rahmen verlief.

Nach einiger Zeit wurde festgestellt, das der Platz für Lagerraum zu klein war. Es wurde 1984 eine Fertiggarage angeschafft, nach einiger Zeit die zweite und es wurde vor kurzer Zeit noch ein Lagerraum an die erste Garage angebaut.

Nachdem die Bürokratie auch an uns nicht vorüber ging, wurde das Platzangebot wieder zu klein und es wurde noch ein Anbau mit einen Büroraum, einem Sitzungsraum und einem Umkleideraum erstellt, der dann 1996 eingeweiht wurde.

 

Und 30 Jahre später sah es so aus:

  • Gedenkstein für Friedrich Borsum