100-jähriges Bestehen

 

Festakt anlässlich des 100-jährigen Bestehens der
Schüt
zengesellschaft Rethen am 30. August 2003


Das Schützenhaus platzte an diesem Abend aus allen Nähten. Ca. 200 Gäste hatten den Weg in die Koldinger Straße gefunden um der Schützengesellschaft zu ihrem 100. Geburtstag zu gratulieren.

Der 1. Vorsitzende, Werner Borsum, konnte Gäste aus Politik und Wirtschaft, sowie Vertreter der Verbände, örtlicher und befreundeter Vereine, und viele Mitglieder begrüßen.

Neben vielen guten Wünschen überbrachten die Gäste Präsente in vielerlei Form. Zu erwähnen wären:

• Die Sportlerplakette des Bundespräsidenten, die von der stellvertr. Regionspräsidentin Hoffmann-Pilgrim mit Grüßen der Region überreicht wurde.

• Vom Nds. Sportschützenverband überreichte Landesdamenleiterin Ursel Marquordt ein Fahnenbanner, sowie die Medaille des Deutschen Schützenbundes.

• Manfred Rennebohm, Präsident des Sportschützenverbandes Hildesheim-Marienburg überreichte den Ehrenteller des Kreisverbandes und zeichnete Werner Borsum, der seit 1964 dem Vorstand der SG Rethen in verschiedenen Funktionen angehört (seit 1984 als 1. Vorsitzender) sowie von 1984 bis 1993 Vizepräsident im Präsidium des Sportschützenverbandes war, mit dem Kreisehrenkreuz aus.

Als Vertreter des Sportkreises Hannover-Land ehrte Herr Baxmann Helmut Jürges, Dieter Leonhardt, Walter Malecha, Klaus Munke, Herbert Pretzel, Rudolf Taubert und Karl-Heinz Wulf für über 50jährige Vereinszugehörigkeit.

Karl Kellner vom SV Uetze überreichte ein 100 Jahre altes Gewehr, das nachweislich im Juli 1903 in einer französischen Waffenfabrik gebaut wurde.

Wolfgang Gutekunst hatte sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Er überreichte eine handbemalte Jubiläumsscheibe, auf der das Wappen der ehemaligen Zuckerfabrik Rethen zu sehen ist. Die Scheibe soll unter den Schützen ausgeschossen werden.

Rolf Constabel, Horst Lecke und Karl-Heinz Wulf haben an die Jugend gedacht. Sie haben eine Wanderkette anfertigen lassen, die vom jeweiligen 1. Vorsitzenden der SG Rethen bei den Jahreshauptversammlungen und den Schützenfesten zu tragen ist. Bei Nichteinhaltung dieser Anordnung sind 20,00 EURO in die Jugendkasse zu zahlen.

Aber auch an die Frau des 1. Vorsitzenden haben die Drei gedacht. Denn ohne das Verständnis seiner Frau Marianne wäre sein ständiges Wirken für die Schützengesellschaft
nicht möglich.

Karl-Heinz Wulf überreichte Marianne Borsum einen Blumenstrauß.

Es war eine gelunge Veranstaltung.


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Festakt anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Schützengesellschaft Rethen

Das Schützenhaus platzte an diesem Abend aus allen Nähten. Ca. 200 Gäste hatten den Weg in die Koldinger Straße gefunden um der Schützengesellschaft zu ihrem 100. Geburtstag zu gratulieren.

Der 1. Vorsitzende, Werner Borsum, konnte Gäste aus Politik und Wirtschaft, sowie Vertreter der Verbände, örtlicher und befreundeter Vereine, und viele Mitglieder begrüßen.

Neben vielen guten Wünschen überbrachten die Gäste Präsente in vielerlei Form. Zu erwähnen wären:

• Die Sportlerplakette des Bundespräsidenten, die von der stellvertr. Regionspräsidentin Hoffmann-Pilgrim mit Grüßen der Region überreicht wurde.

• Vom Nds. Sportschützenverband überreichte Landesdamenleiterin Ursel Marquordt ein Fahnenbanner, sowie die Medaille des Deutschen Schützenbundes.

• Manfred Rennebohm, Präsident des Sportschützenverbandes Hildesheim-Marienburg überreichte den Ehrenteller des Kreisverbandes und zeichnete Werner Borsum, der seit 1964 dem Vorstand der SG Rethen in verschiedenen Funktionen angehört (seit 1984 als 1. Vorsitzender) sowie von 1984 bis 1993 Vizepräsident im Präsidium des Sportschützenverbandes war, mit dem Kreisehrenkreuz aus.

Als Vertreter des Sportkreises Hannover-Land ehrte Herr Baxmann Helmut Jürges, Dieter Leonhardt, Walter Malecha, Klaus Munke, Herbert Pretzel, Rudolf Taubert, und Karl-Heinz Wulf für über 50jährige Vereinszugehörigkeit.

Karl Kellner vom SV Uetze überreichte ein 100 Jahre altes Gewehr, das nachweislich im Juli 1903 in einer französischen Waffenfabrik gebaut wurde.

Wolfgang Gutekunst hatte sich etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Er überreichte eine handbemalte Jubiläumsscheibe, auf der das Wappen der ehemaligen Zuckerfabrik Rethen zu sehen ist. Die Scheibe soll unter den Schützen ausgeschossen werden.

Rolf Constabel, Horst Lecke und Karl-Heinz Wulf haben an die Jugend gedacht. Sie haben eine Wanderkette anfertigen lassen, die vom jeweiligen 1. Vorsitzenden der SG Rethen bei den Jahreshauptversammlungen und den Schützenfesten zu tragen ist. Bei Nichteinhaltung dieser Anordnung sind 20,00 EURO in die Jugendkasse zu zahlen.

Aber auch an die Frau des 1. Vorsitzenden haben die Drei gedacht. Denn ohne das Verständnis seiner Frau Marianne wäre sein ständiges Wirken für die Schützengesellschaft
nicht möglich.

Karl-Heinz Wulf überreichte Marianne Borsum einen Blumenstrauß.

Es war eine gelungene Veranstaltung.

„Damentag”

Besuch des Hundertwasser-Bahnhofs in Uelzen

Alljährlich treffen sich die Damen der Schützengesellschaft Rethen einmal zu einem Tagesausflug.In unserem Jubiläumsjahr sollte es nach Uelzen gehen. Eine Besichtigung des Hundertwasser-Bahnhofs sowie der Altstadt von Uelzen stand auf dem Programm.

Bei sonnigem Wetter trafen wir uns wie verabredet morgens auf dem Rethener Bahnhof, um mit dem Zug nach Uelzen zu fahren. Dort waren wir pünktlich um 12 Uhr mit einer Stadtführerin verabredet. Doch zuerst testete die Deutsche Bahn unsere Sportlichkeit und Flexibilität: pünktlich mit dem erwarteten Eintreffen des Zuges gab der Bahnhofsansager bekannt, dass der Zug ausfallen würde. Na klasse! Also machten wir uns (30 Damen an der Zahl!) auf, die nächste Straßenbahn zu erobern und fuhren in Richtung Hauptbahnhof Hannover. Damit unsere Stadtführerin nicht ohne uns loszog – kündigten wir – der Handytechnik sei Dank – unsere Verspätung an.

Doch auch auf dem Hauptbahnhof war das Personal nicht wirklich im Bilde und entsprach so ganz dem derzeitigen Image der Bahn: dass der Zug von einem anderen Gleis fahren sollte, erfuhren wir so ca. 30 Sekunden vor der Abfahrt, was wiederum bedeutete, dass wir zu sportlichen Höchstleistungen aufgefordert wurden. Für die etwas älteren Damen unter uns nicht wirklich lustig. Mittlerweile waren wir schon einige Zeit unterwegs ohne großartig vorangekommen zu sein und prüften erst einmal den Inhalt des Proviantbeutels, den jede Dame zur Begrüßung von den Schützenschwestern Inge Taubert und Kerstin Wollenweber erhalten hatten. Dieser Proviant sollte uns im Laufe des Tages noch gute Dienste tun. Schließlich blieb der Zug auch noch ca. eine halbe Stunde auf offener Strecke liegen – natürlich ohne Angabe von Gründen. So manche Flasche Sekt musste uns daher die Zeit verkürzen.

Der Hundertwasser-Bahnhof entschädigte uns dann jedoch für die aufregende Anfahrt. Wer mag, kann hier direkt auf die Seiten des Hundertwasser-Bahnhofs wechseln:

www.hundertwasserbahnhof.de

Anschaulich erläuterte die Stadtführerin die Entstehung des Expoprojektes sowie die
Arbeitsweise und Motivation von Friedensreich Hundertwasser, der die Einweihung des
Bahnhofs leider nicht mehr erlebt hat.

Anschließend – mit mittlerweile ordentlicher Zeitverzögerung – gingen wir mit der Stadt-
führerin in die Innenstadt Uelzens. Da die Innenstadt im Krieg zu großen Teilen zerstört
wurde, gab es nur wenige wirklich sehenswerte Bauten, was unsere Stadtführerin jedoch
nicht in ihrem Ansporn stoppte, uns die Schönheiten Uelzens und seiner Kirchen dazubringen.

Mittlerweile war die Kaffeezeit längst überschritten und wir hatten nicht einmal die Zeit zu
einem Mittagessen gehabt. Dem Proviantbeutel sei Dank musste jedoch niemand hungern
und dursten.

Nach der Verabschiedung von der Stadtführerin schlenderten wir gemächlich Richtung
Bahnhof zurück, schließlich hatte der Bahnhofsvorsteher unseren Zug mit einer halben
Stunde (mindestens…!) Verspätung angekündigt. Am Bahnhof angekommen und nach
Kaffee lechzend fuhr just in dem Moment als der Bahnhofsvorsteher die Verspätung noch
einmal bestätigte der Zug ein! Also wieder 30 Damen wie ein wild gewordener Haufen im
Laufschritt zum Bahngleis – vielen Dank an den Bahnhofsvorsteher – auch so kann man
den überflüssigen Speck loswerden – … Nachdem auch dieser Zug eine dreiviertel Stunde
auf offener Strecke hielt (wieder ohne Durchsage!!) kamen wir mit erheblicher Verspätung
wieder in Rethen an.

Nun folgte der gemütliche Teil des Abends. Bis in die späten Abendstunden hinein konnten
wir auf der gemütlichen Terrasse des Schützenhauses sitzen und bei Grillfleisch und Wein
den Abend ausklingen lassen.

Für das nächste Jahr haben wir uns wieder eine Städtetour vorgenommen. Die Deutsche
Bahn wird schon dafür sorgen, dass es ein aufregender Tag wird.

Ein herzliches Dankeschön gilt an dieser Stelle noch einmal unserer Organisatorin,
Inge Taubert !

37 Jahre Damengruppe

Auf dem Schützenfest 1966 schlug die Sternstunde für die SG Rethen. Trotzdem viele
Schützen nichts von weiblicher Konkurrenz wissen wollten, wurde mit Unterstützung des
damaligen 1. Vorsitzenden Friedrich Borsum eine Damengruppe gegründet. Von den
Gründerinnen gehören heute noch Irmgard Borsum, Else Fahrenkohl und Lina Klose
der Gesellschaft an. Sogar eine Königin wurde 1966 schon ausgeschossen.

Und nach dem Schützenfest begann auf den Ständen des Club 72 ein eifriges Training. Be-
reits 1967 nahmen wir an den Rundenwettkämpfen im Kreisverband Hildesheim-Marienburg teil. Am meisten amüsiert mich noch heute meine „Schießausrüstung”. Eine abgelegte Winterjacke und pelzgefütterte Winterstiefel – heute undenkbar –. Jedoch ein eigenes Gewehr (eine 150er Feinwerkbau) war vorhanden. Die anderen Schützenschwestern waren ähnlich ausgerüstet.

Doch es ging ständig aufwärts. Unter Anleitung von Ingrid Stuke wurde zusätzlich eifrig
trainiert. Auf der Landesmeisterschaft 1978 hatten sich Else Fahrenkohl und Ingrid Stuke
qualifiziert und die SG Rethen bei der Deutschen Meisterschaft in München vertreten. Ich
durfte die beiden damals als Betreuerin (heute sagt man ja Coach) begleiten. Else und
Ingrid mussten seinerzeit Sonntag morgen starten. Der Taxifahrer, der uns vom Hotel nach Hochbrück bringen sollte, kannte sich leider in München nicht aus, so dass wir erst kurz vor dem Start am Stand eintrafen. Margret Chytry , die mit in der Auswertung saß, wartete schon mit den Startnummern der beiden in der Hand vor der Anlage. Es reichte für beide zu guten Mittelplätzen.

Unsere Ergebnisse wurden von Jahr zu Jahr besser. Zunächst haben wir auf 12er Scheiben
geschossen, dann auf 10er. Die 10 wurde kleiner, es war mehr Genauigkeit beim Zielen und beim Abzug gefragt. Was haben wir auf diese Scheiben geschimpft. Heute spricht keiner mehr darüber.

Wir fuhren zu Pokalschießen und füllten die Regale im Schützenhaus mit Pokalen. Wir gewannen 1. Plätze bei Kreis- und Landesmeisterschaften.

Jetzt schmücke ich mich einmal mit fremden Federn. 1987 nahm Tanja von der Osten-
Fabeck, geb. Stuke an der Deutschen Meisterschaft in München teil und wurde – damals
14 Jahre alt – im Luftgewehr-Dreistellungskampf Vize-Meisterin. Der Empfang in der Braunschweiger Straße war phänomemal und ist in die Geschichte der SG Rethen eingegangen. Auch 1989, 90 und 92 nahmen junge Schützenschwestern an der Deutschen Meisterschaft teil. 1992 wurde eine Damen-Juniorenmannschaft Deutscher Meister (Tanja Stuke, Anja Baden und Silvia Bublitz).

2002 und 2003 gewannen die Damen die Rundenwettkämpfe Hildesheimer-Rose. Zu den
RWK 2003/2004 haben wir wieder 2 Damen- und 1 Damen-Altersmannschaft gemeldet.

Eine Senioren-Mannschaft konnte mangels Masse leider nicht mehr gemeldet werden. Aber
ich denke, es wird immer weiter gehen.

Inzwischen schießen die Damen der 1. Stunde sitzend Auflage. Diese Disziplin wurde ein-
geführt, um die Damen ab 46 nicht mehr – nur noch wenn sie mögen und können – mit
Freihandschießen zu quälen. Trotzdem können wir uns aber auch noch in der Seniorenklasse profilieren. 2002 und 2003 nahm Uta Wagner, die immer noch für 370 Ring stehend Freihand gut ist, an der Deutschen Meisterschaft teil und konnte sich in diesem Jahr einen 14. Platz sichern. Sie war damit die Beste aus Niedersachsen. Die Damen und die SG Rethen sind stolz auf Uta.

Seit 22 Jahren schießen wir mit den Damen des SV Laatzen um den Lecke-Pokal, ein Pokal, den unser ehemaliger Bürgermeister der Gemeinde Rethen – Horst Lecke – anlässlich seiner Hochzeit gestiftet hat. Dieser Pokal sollte den Kontakt zwischen Rethener und Laatzener Schützenschwestern vertiefen. Ich glaube, wir konnten ihn inzwischen 19 Mal nach Rethen holen.